NIETZSCHE

VÉRITÉ
La vérité est cette sorte d’erreur sans laquelle une certaine espèce d’être vivant ne pourrait pas vivre.

Nietzsche

SE MÉPRENDRE
Il est préférable de se méprendre avec sensibilité que de comprendre avec sécheresse et compétence.

G.A. Goldschmidt sur Nietzsche

 

LACHEN
Es ist Eis in ihrem Lachen.

Nietzsche

SYSTEMATIKER

Ich  misstraue allen Systematikern und gehe ihnen aus dem Weg. Der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit.

Nietzsche

   

ECCE HOMO

Es wird sich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Ungeheueres anknüpfen, an eine Krisis, wie es keine auf Erden gab, an die tiefste Gewissenskollision, an eine Entscheidung, heraufbeschworen gegen alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt worden war.

Dans « Ecce Homo » il prédit qu’il sera l’homme des Verhängnises (fatalité – malheur)

Le 14 avril 1887, il écrit à Overbeek :

Das gegenwärtige Europa hat noch keine Ahnung davon, um welche furchtbaren Entscheidungen mein ganzes Wesen sich dreht, und an welches Rad von Problemen ich gebunden bin – und dass mit mir eine Katastrophe sich vorbereitet, deren Namen ich weiss, aber nicht aussprechen werde.

Nietzsche

NIETZSCHE ET SON ANTI-GERMANISME

Dans Ecce Homo, il s’en donne à cœur joie: « So wie ich bin, in meinen tiefsten Instinkten allem, was deutsch ist fremd, so dass schon die Nähe eines Deutschen meine Verdauung verzögert. »

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So weit Deutschland reicht, verdirbt es die Kultur.

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Das tiefe, eisige Misstrauen, das der Deutsche erregt, sobald er zur Macht kommt, auch jetzt wieder – ist immer noch ein Nachschlag jenes unauslöslichen Entsetzens mit dem jahrhundertelang Europa dem Wüten der blonden germanischen  Bestie zugesehen hat.

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Das Leben im jetzigen Deutschland ist mir gänzlich unzuträglich, es wirkt vergiftend und lähmend auf mich, und meine Menschenverachtung wächst jedes Mal dort in gefährlichen Proportionen. Jede Reise nach Deutschland war deshalb bisher immer ein Rückfall, eine Schwächung meiner Kräfte.

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Der Deutsche schleppt an seiner Seele; er schleppt an allem was er erlebt. Er verdaut seine Ereignisse schlecht, er wird nie damit fertig; die deutsche Tiefe ist oft nur eine schwere, zögernde Verdauung.

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Die Deutschen sind mir nicht verwandt genug, ich drücke mich vorsichtig aus: es steht ihnen gar nicht frei, mich zu verstehen: Mein Stolz ist, dass man mich überall liebt und auszeichnet, ausser in Europas Flachland Deutschland.

Nietzsche

 

NIETZSCHE PROSEMITE

Nietzsche écrit à l’antisémite Frisch :

Es giebt gar keine  unverschämtere und stupidere Bande in Deutschland als diese Antisemiten.

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Zu Ende des Jahres 1887 erfuhr Nietzsche eine scharfe Zurechtweisung aus dem antisemitischen Lager. Frey, Thomas, alias Theodor Fritsch, Herausgeber der Zeitschrift – Der Antisemitismus im Spiegel eines Zukunftphilosophen – schreibt über Nietzsche folgendes: „Nietzsche ist ein philosophischer Seichtfischer dem all und jedes Verständnis für nationales Wesen abgehe und der in Jenseits von Gut und Böse philosophischen Alt-Weiber-Kohl anbaue“.

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Le même Fritsch qualifie Nietzsche de: „Angejüdelter Stubengelehrter“.

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In der antisemitischen Korrespondenz (die nur privatim versandt wird, nur an zuverlässige Parteigenossen) kommt mein Name fast in jeder Nummer vor. Zarathustra der göttliche Mensch hat es den Antisemiten angetan; es gibt eine eigene antisemitische Auslegung davon, die mich sehr hat lachen machen. Beiläufig: ich habe „an zuständiger Stelle“ den Vorschlag gemacht, ein sorgfältiges Verzeichnis der deutschen Gelehrten, Künstler, Schriftsteller, Schauspieler, Virtuosen von ganz-oder halbjüdischer Abkunft herzustellen: das gäbe einen guten Beitrag zur Geschichte der deutschen Kultur, auch zu deren Kritik.

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So ist ein Kampf gegen die Juden immer ein Zeichnen der schlechteren, neidischeren und feigeren Naturen gewesen: und wer jetzt daran Teil nimmt, muss ein gutes Stück pöbelhafter Gesinnung in sich tragen.

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Le 02.04.1884, le cœur amer et plein de rage, il confie à Overbeck:

Die verfluchte Antisemiterei ist die Ursache eines radikalen Bruchs zwischen mir und meiner Schwester. (KGB III, 1.S.493)

Nietzsche

 

VICTIME D’UNE SOEUR FAUSSAIRE: „DER WILLE ZUR MACHT“

„Der Wille zur Macht“ paraît à un moment où Nietzsche est depuis longtemps absent, parti très loin, sans possibilité de retour.

C’est en définitive l’œuvre de sa sœur dont les intentions dolosives ont été parfaitement analysées et dénoncées par les célèbres chercheurs du Nietzsche-Archiv que furent Karl Schlechta et le Dr Hoppe.

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Pour se créer du crédit et de l’autorité, elle eut recours à un stratagème ignoble. Elle fabriqua des faux. Elle sera ainsi l’une des rares faussaires de l’histoire de la littérature moderne.

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Raffinierte Fälschungen insofern, als die Brieftexte zum grössten Teil Nietzschesche Texte sind. Aber die Briefe waren an andere Adressaten gerichtet, z.b. an Maldiva von Meysenburg. Die Schwester hatte sich in den Besitz der Originale gesetzt, hatte den Inhalt teils nach den Originalen teils nach den in den Arbeitsheften enthaltenen Entwürfen zurechtgeschnitten und hatte dann die Originale vernichtet. Bleiben freilich die Entwürfe. Hier hat sie durch Rasuren und wohlverteilte Tintenkleckse, manchmal auch durch kleine Kokeleien die prekären Stellen eliminiert. Dass hier nicht ganz sauber gearbeitet wurde, gab uns die Möglichkeit, die gesamten Manipulationen aufzudecken.

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L’année de la découverte des faux, 1937, fut l’année terrible des pogroms nazis.

Nietzsche

 

DIE SCHLÄFRIGEN
Selig sind die Schläfrigen: denn sie sollen bald einnicken.

Nietzsche Zarathoustra

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Man muss aufhören, sich essen zu lassen, wenn man an besten schmeckt: das wissen die, welche lange geliebt werden wollen.

Nietzsche

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Viel zu viele leben und viel zu lange hängen sie an ihren Ästen. Möchte ein Sturm kommen, der all dies Faule und Wurmfressne vom Baume schüttelt.

Nietzsche

 

 JESUS

Wäre er doch in der Wüste geblieben und ferne von den Guten und Gerechten! Vielleicht hätte er leben gelernt und die Erde liebengelernt – und das Lachen dazu!

Glaubt es mir, meine Brüder! Erstarb zu früh: er selber hätte seine Lehre widerrufen, wäre er bis zu meinem Alter gekommen! Edel genug war er zum Widerrufen!

Nietzsche

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